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Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

In den vergangenen Tagen wurde in den Medien über eine angeblich drohende Zwangsstilllegung bzw. Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen berichtet. Durch die sehr verkürzte Darstellung ist der Eindruck entstanden, dass es sich um eine generelle und sofortige Pflichtmaßnahme für alle Geräte handele - was so nicht zutrifft!Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

 

Die Verfeuerung von Holz in kleinen Feuerungsanlagen zur Beheizung von Räumen führt zur Freisetzung verschiedener Luftschadstoffe. Besonders die gesundheitsgefährdende Feinstaubbelastung aus den Kleinfeuerungsanlagen hat mit deren steigender Verbreitung in den letzten Jahren bedenklich zugenommen.


Fragen und Antworten zur Novelle der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung (1. BImSchV)

  1. Was wird in der 1. BImSchV geregelt und warum wird sie novelliert?
  2. Wie gefährlich ist Feinstaub?
  3. Ist der Feinstaub aus der Holzverbrennung ebenso gefährlich wie der Feinstaub aus den Abgasen von Dieselfahrzeugen?
  4. Was sind die Ziele der Novelle der 1. BImSchV?
  5. Was sind die wesentlichsten Inhalte der Novelle?
  6. Sind Staubgrenzwerte für Holzfeuerungsanlagen notwendig?
  7. Wie viele Kleinfeuerungsanlagen gibt es in Deutschland?
  8. Heizen mit Holz! Das ist doch sinnvoll für das Klima, oder?
  9. Stehen damit Klimaschutz und Immissionsschutz im Widerspruch?
  10. Wenn alles so gefährlich ist, warum das erst jetzt regeln?
  11. Was werden neue Kaminöfen kosten?
  12. Müssen alle bestehenden Kaminöfen und Kachelöfen ausgetauscht werden?
  13. Ist die Art und Weise zu heizen nicht wichtiger für Feinstaub als die Technik?
  14. Beratungspflicht: Wie bekomme ich Tipps und Hinweise Holz richtig zu lagern und richtig einzusetzen?
  15. Welches Holz darf verbrannt werden?
  16. Werden mit der Novelle auch bestehende Kaminöfen erfasst und welche Anforderungen sind einzuhalten?
  17. Nimmt die Novelle auf bestimmte Anlagentypen Rücksicht?
  18. Werden mit der Novelle auch die bestehenden Holzheizkesseln erfasst und welche Anforderungen sind einzuhalten?
  19. Welche Regelungen gelten für Grundöfen und eingemauerte Öfen?
  20. Was kosten Filter und sind diese überhaupt verfügbar?
  21. Woher weiß ich, wie gut und schlecht meine Einzelraumfeuerungsanlage ist, wann ein Austausch oder eine Nachrüstung erfolgen muss?
  22. Müssen auch Einzelraumfeuerungsanlagen vom Schornsteinfeger zukünftig regelmäßig gemessen werden.

1. Was wird in der 1. BImSchV geregelt und warum wird sie novelliert?

In der ersten Bundesimmissionsschutzverordnung (1. BImSchV) werden kleine und mittlere Feuerungsanlagen geregelt. Hierzu zählen Heizungsanlagen und Einzelraumfeuerungsanlagen wie Kaminöfen, Kachelöfen, Herde und offene Kamine. Dabei handelt es sich um Feuerungsanlagen, die nicht genehmigt werden müssen. Dagegen muss die Errichtung und der Betrieb großer Anlagen, wie etwa Heizkraftwerke, von den Behörden genehmigt werden.

Die Bundesimmissionsschutzverordnung regelt, unter welchen Bedingungen kleinere und mittlere Gas-, Öl-, Kohle- oder Holzheizungen aufgestellt und betrieben werden dürfen. Grenzwerte legen fest, wie viel Schadstoffe entweichen dürfen. Geregelt ist in der Verordnung daher unter anderem, wie oft und in welchem Umfang eine Anlage aus Immissionsschutzgründen überwacht werden muss. Die Verordnung enthält auch eine Brennstoffliste (Brennstoffliste). Dort sind jene Brennstoffe aufgeführt, die in diesen Feuerungsanlagen verbrannt werden dürfen: Es sind unter anderem Öl, Gas, Kohle, Briketts, Holz und Stroh.

Die 1. BImSchV bedarf jedoch der Überarbeitung. Zwei Gründe:

  • Die Grenzwerte für Schadstoffemissionen aus Holzfeuerungen stammen aus dem Jahr 1988. Sie sind veraltet. Mit neueren Feuerungsanlagen, die dem Stand der Technik entsprechen, lassen sich heute deutlich schärfere Grenzwerte einhalten.
  • Für typische Einzelraumfeuerungsanlagen, die heute in Wohnungen aufgestellt und eingebaut sind, gelten keine Grenzwerte. 1988 gab es nur wenige solcher kleinen Feuerungsanlagen die betrieben wurden und Regelungen waren nicht notwendig.

Und es besteht Handlungsbedarf. Es sind vor allem Staubemissionen aus kleineren Feuerungsanlagen, die Umwelt- und Gesundheitsexperten Sorgen bereiten: Denn Holz wird wegen steigender Öl- und Gaspreise wieder beliebter. Wird mehr Holz verbrannt, wird auch mehr Staub emittiert und in die Atemluft abgegeben. Und 97 Prozent des Gesamtstaubs aus Kaminen und Öfen besteht aus gesundheitsgefährdendem Feinstaub.

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2. Wie gefährlich ist Feinstaub?

Feine Staubpartikel bedrohen die Gesundheit. Je kleiner, umso gefährlicher - so lautet eine vereinfachte Regel: Je kleiner ein Partikel ist, umso tiefer kann er in die Lungen eindringen und dort beispielsweise Lungenbläschen verletzten. Feinstaub ist auch krebserregend und kann zudem Schadstoffe wie giftige Schwermetalle bis in die letzten Verästelungen der Lungen tragen.

In der Fachwelt ist genau definiert worden, was Feinstaub ist: Es sind jene Partikel, deren Durchmesser kleiner als 10 Mikrometer ist. Diese Partikel werden auch PM10-Feinstaub genannt. Die Abkürzung PM steht dabei für das englische "particulate matters", also teilchenförmige oder körnige Materie.

Feine Partikel beeinflussen auch das Herz-Kreislauf-System und senken die Lebenserwartung. Nach Untersuchungen der Weltgesundheitsbehörde (WHO) verkürzte die Belastung mit solchen Partikeln die durchschnittliche Lebenszeit aller Europäer im Mittel um 8,6 Monate und in Deutschland sogar um 10,2 Monate. Diese Berechnungen beziehen sich auf das Jahr 2000.

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3. Ist der Feinstaub aus der Holzverbrennung ebenso gefährlich wie der Feinstaub aus den Abgasen von Dieselfahrzeugen?

In der Öffentlichkeit wird oft behauptet, Feinstaub, der bei der Verbrennung von Holz entsteht, sei weniger gefährlich (toxisch) als Feinstaub im Abgas von Dieselfahrzeugen. Aus dieser Behauptung wird der Schluss gezogen, die Belastung durch Feinstaub als Einzelraumfeuerungen sei gesundheitlich so gut wie zu vernachlässigen.

Das stimmt jedoch so nicht: Nach derzeitigen Erkenntnissen der Wissenschaft ist es nicht möglich, den unterschiedlichen Feinstäuben unterschiedliche Schädlichkeiten zuzusprechen. Feststellen lässt sich nach dem heutigen Stand des Wissens, dass Feinstaub aus Holzfeuerungen eine vergleichbare gesundheitliche Relevanz beizumessen ist wie typisch städtischem Feinstaub etwa aus dem Verkehr. Nähere Informationen zu den gesundheitlichen Wirkungen von Feinstaub aus der Holzverbrennung finden Sie hier: http://www.bmu.de/luftreinhaltung/feinstaub/doc/35258.php.

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4. Was sind die Ziele der Novelle der 1. BImSchV?

Mit Hilfe der Novelle sollen Feinstaubemissionen aus kleinen Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe wie Holz deutlich sinken, um die Gesundheit der Menschen zu schützen. Die Novelle wird auch Kommunen und Städte helfen, die gesetzlichen Vorgaben zur maximalen Feinstaubbelastung einzuhalten.

Das Gesamtkonzept der Novelle betrifft neue und bestehende Feuerungsanlagen: Eine neue Generation von Feuerungsanlagen soll einmal anspruchsvolle, doch realisierbare Grenzwerte für Staubemissionen und Kohlenstoffmonoxid (CO) einhalten sowie auch anspruchsvolle Mindestwirkungsgrade erreichen. Bestehende Anlagen sollen ebenfalls Grenzwerte einhalten. Sie müssen dazu eventuell mit einem Filter nachgerüstet werden. Halten die Anlagen die Grenzwerte nicht ein, unterliegen sie einem langfristigen Austauschprogramm.

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5. Was sind die wesentlichsten Inhalte der Novelle?

Um die Ziele der Novelle zu erreichen, will das BMU die 1. BImSchV mehrfach verbessern. Fünf Beispiele:

  • Geltungsbereich der VerordnungUm alle Heizungsanlagen zu erfassen, wird der Anwendungsbereich der Verordnung erweitert. Bislang regelt die 1. BImSchV nur Heizungsanlagen für feste Brennstoffe wie Holz mit einer Nennwärmleistung von mehr als 15 Kilowatt sowie Öl- und Gasheizungsanlagen von mehr als 11 Kilowatt (*). Aus zwei Gründen werden heute vielfach kleinere Heizungsanlagen eingebaut: Wohnhäuser sind besser isoliert und Heizanlagen arbeiten effektiver als früher. Das heißt auch, dass die meisten häuslichen Heizanlagen für feste Brennstoffe eine Nennwärmeleistung von weniger als 15 Kilowatt bzw. viele Öl- und Gasheizungen eine Nennwärmeleistung von weniger als 11 Kilowatt besitzen. Die novellierte Verordnung soll daher für alle Anlagen ab 4 Kilowatt gelten.
  • Neue Einzelraumfeuerungsanlagen:Einzelraumfeuerungsanlagen für feste Brennstoffe wie Kachelöfen oder Heizkamine sind derzeit in der 1. BImSchV nicht geregelt. Die Novelle sieht eine Typenprüfung für alle neuen Einzelraumfeuerungsanlagen vor. Bei dieser Typenprüfung wird untersucht, ob eine Feuerungsanlage die neuen Emissionsgrenzwerte für Staub und Kohlenstoffmonoxid (CO) sowie die Mindestwirkungsgrade einhalten kann - mit Inkrafttreten der Verordnung die Grenzwerte der Stufe 1 und von 2015 an die Grenzwerte der Stufe 2.

    Ein Tipp:Der Käufer einer neuen Einzelraumfeuerungsanlage sollte darauf achten, dass er vom Verkäufer eine Typenbescheinigung erhält, die dokumentiert, dass die Feuerungsanlage die Grenzwerte einhalten kann. Diese Bescheinigung ist dem Schornsteinfeger auf Verlangen vorzulegen.

  • Bestehende EinzelraumfeuerungsanlagenBestehende Einzelraumfeuerungsanlagen für feste Brennstoffe, die die Grenzwerte der Stufe 1 nicht einhalten, sollen nachgerüstet oder außer Betrieb genommen werden. Die Pflicht, diese Grenzwerte einzuhalten, trifft die alten Feuerungsanlagen schrittweise. Hier soll es einen langfristigen Zeitplan zur Außerbetriebnahme beziehungsweise zur Nachrüstung dieser Anlagen geben. Zeitplan zur Außerbetriebnahme bzw. zur Nachrüstung bestehender Anlagen
    Zeitpunkt der Typenprüfung(lt. Typenschild) Zeitpunkt der Nachrüstung bzw.Außerbetriebnahme
    Vor dem 01.01.1975 oder Jahr der Typenprüfung nicht mehr feststellbar

    31.12.2014

    01.01.1975 - 31.12.1984

    31.12.2017

    01.01.1985 – 31.12.1994

    31.12.2020

    01.01.1995 bis zum Inkrafttreten der Verordnung

    31.12.2024

  • Neue HeizungsanlagenIn Abhängigkeit von der Art des Festbrennstoffes sollen die Grenzwerte für Staub und Kohlenmonoxid (CO) in zwei Stufen verschärft werden. In der Stufe 1, die unmittelbar nach Inkrafttreten der Novelle einzuhalten ist, sollen Grenzwerte gelten, die dem derzeitigen Stand der Technik entsprechen und von modernen Anlagen heute eingehalten werden können. In der Stufe 2, die ab dem Jahr 2015 einzuhalten ist, soll für Staub generell ein Grenzwert von 20 mg/m³ gelten. Dies setzt weitere Entwicklungen in der Anlagentechnik voraus, wobei bereits heute modernste Anlagen, wie Pelletheizungen mit dem Blauen Engel, den Grenzwert von 20 mg/m³ im Betrieb einhalten können.
  • Bestehende HeizungsanlagenBestehende Heizungsanlagen für Festbrennstoffe sollen nach einer bestimmten Übergangsfrist die Grenzwerte der Stufe 1 einhalten. Diese Frist hängt davon ab, wann der Anlagentyp erstmals auf dem Markt gekommen ist. Können die Grenzwerte nach Ablauf der Übergangsfrist nicht eingehalten werden, wäre ein Austausch der Heizungsanlage erforderlich. Die Betreiber sollen rechtzeitig von den Schornsteinfegern über den Zustand der Anlage informiert werden. Die Übergansfristen orientieren sich an der durchschnittlichen technischen Lebensdauer der Anlagen. Emissionsträchtige alte Anlagen müssten jedoch außer Betrieb genommen werden.

(*) Als Nennwärmeleistung wird die Wärme bezeichnet, die eine Feuerungsanlage maximal abgeben kann.

Von den vorgeschlagenen Regeln würden vor allem jene Städte profitieren, deren Atemluft zu viel Staub enthalten hat. Es geht darum, den Tagesgrenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub (genauer: Staubpartikel kleiner 10 Mikrometer) pro Kubikmeter Atemluft einzuhalten. Dieser Grenzwert darf nach EU-Recht an höchstens 35 Tagen im Jahr überschritten werden. Doch allein im Jahr 2006 wurde diese Vorgabe in Deutschland von 75 Städten verletzt.

Dass die vorgeschlagenen strengeren Vorgaben für kleine Feuerungsanlagen hier helfen können, zeigt eine Studie, die das Umweltbundesamtes (UBA) mit der Universität Stuttgart und dem Ingenieurbüro Lohmeyer & Co. durchgeführt hat: Danach wird der Tagesgrenzwert in Städten um bis zu 22 Tage weniger oft überschritten (das ist eine Prognose für das Jahr 2025).

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6. Sind Staubgrenzwerte für Holzfeuerungsanlagen notwendig?

Ja, sie sind notwendig. Denn Staubemissionen aus häuslichen Holzfeuerungen nehmen zu. Im Jahr 2005 wurden aus Öfen und Kaminen rund 24.000 Tonnen an Staub in die Luft abgegeben. Tendenz: steigend!

Zur Entwicklung der Staubemissionen aus Holzfeuerungsanlagen hat das Umweltbundesamt drei Szenarien berechnet

  1. Wenn der Gesetzgeber die 1. BImSchV nicht überarbeitet und damit keine schärferen Regeln für kleine Feuerungsanlagen gelten, werden häusliche Feuerungen im Jahr 2025 mehr als 31.000 Tonnen Staub emittieren.
  2. Regelt der Gesetzgeber nur die Vorgaben für neue Anlagen, ist der Effekt relativ gering: Im Jahr 2025 würden dann aus häuslichen Kaminen rund 23.000 Tonnen Staub emittieren. Das wäre der gleiche Stand wie heute.
  3. Regelt der Gesetzgeber zu den neuen Anlagen zusätzlich die Vorgaben für bestehende Anlagen, dann werden häusliche Feuerungsanlagen im Jahr 2025 nur rund 10.000 Tonnen Staub emittieren. Das sind rund 21.000 Tonnen weniger Staub als im ersten Szenario – beziehungsweise 13.000 Tonnen weniger als heute.

Die Szenarien zeigen, dass die Vorgaben für bestehende Feuerungen entscheidend sind.

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7. Wie viele Kleinfeuerungsanlagen gibt es in Deutschland?

Es gibt rund 30 Millionen Kleinfeuerungsanlagen. Es sind zur einen Hälfte Öl- und Gasheizungen und zur anderen Hälfte Holzfeuerungsanlagen. Um Staubemissionen deutlich zu senken, sind nur die Holzfeuerungen wichtig: Öl- und Gasheizungen emittieren sehr wenig bis fast keinen Staub. Holzfeuerungen werden weiter in zentrale Heizungsanlagen (Heizkessel) und so genannte 'Einzelraumfeuerungsanlagen' unterteilt. Insgesamt gibt es rund eine Million Heizkessel und etwa 14 Millionen Einzelraumfeuerungsanlagen wie Kaminöfen oder Kachelöfen. Die Staubbelastung durch häusliche Feuerungen betrifft damit fast jeden: Statistisch gesehen, besitzt jeder sechste Deutsche einen Kaminofen oder Kachelofen.

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8. Heizen mit Holz! Das ist doch sinnvoll für das Klima, oder?

Mit Holz zu heizen, schützt das Klima. Holz ist eine regenerative Energiequelle und sein Einsatz schützt das Klima. Wird mehr Holz eingesetzt, steigt automatisch auch der Anteil erneuerbarer Energiequellen am Gesamtenergieverbrauch.

Es gibt weitere Vorteile. Wird heimisches Holz eingesetzt, verkürzen sich Transportwege. Dadurch sinken nicht nur Transportkosten, sondern es wird auch weniger Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) beim Transport emittiert. Wird heimisches Holz genutzt, können im ländlichen Raum neue Einkommensquellen geschaffen und damit Arbeitsplätze erhalten oder geschaffen werden.

Ganz ohne Emissionen geht es bei der Holzverbrennung jedoch nicht. Holz enthält immer geringe Mengen an Stickstoff-, Schwefel- und Chlorverbindungen. Dadurch entstehen bei der Verbrennung schädliche Schadstoffe wie Stickstoffoxide (NOx). Zudem gelangt bei der Verbrennung des Holzes Staub, der zu 97 Prozent als Feinstaub besteht, in die Außenluft. Und diese sehr feinen, mit dem Auge nicht sichtbaren Partikel, können beim Einatmen bis tief in die Lunge eindringen und so die Gesundheit belasten.

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9. Stehen damit Klimaschutz und Immissionsschutz im Widerspruch?

Klimaschutz und Immissionsschutz sind kein Widerspruch. Hand in Hand gehen Klimaschutz und Immissionsschutz vor allem dann, wenn Feuerungsanlagen technisch einwandfrei funktionieren und wenn sie richtig mit Holz beschickt werden.

Zudem macht Heizen mit Holz nur Sinn, wenn dabei Staub und schlechte Gerüche auf das technisch mögliche Niveau reduziert werden. Auch dies kann durch moderne Feuerungsanlagen, durch ausreichend getrocknetes Holz und durch die richtige Beschickung erreicht werden. Informationen zu richtigen Umgang mit Holz finden Sie im Ratgeber vom Umweltbundesamt "Heizen mit Holz" (pdf-Datei).

Holz ist zudem eine langsam nachwachsende Ressource. Diese wertvolle Energiequelle sollte also effizient eingesetzt werden – am besten nur in Feuerungsanlagen mit einem hohen Wirkungsgrad.

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10. Wenn alles so gefährlich ist, warum das erst jetzt regeln?

Ausschlaggebend dafür, die 1. BImSchV zu überarbeiten, ist die Tatsache, dass der Holzverbrauch steigt und immer mehr Öfen genutzt werden.

Die Folge ist, dass häusliche Kleinfeuerungsanlagen auch immer mehr Staub und damit auch Feinstaub emittieren. Bereits im Jahr 2004 gelangten aus all kleinen Holzheizungen rund 24.000 Tonnen Feinstaub in die Außenluft – Tendenz: weiter steigend. Das ist mehr als aus den Auspuffrohren aller Diesel-PKW und LKW: Im Jahr 2005 emittierten diese Fahrzeuge rund 21.000 Tonnen an Feinstaub.

Und der Handlungsdruck steigt: In vielen Städten wird der Tagesgrenzwert für Feinstaub zu oft überschritten. Diese Städte müssen die Belastung senken. Zudem beschweren sich immer wieder Nachbarn über Rauch und schlechte Gerüche aufgrund von schlecht beschickten und befeuerten Kamine und Öfen. Insbesondere im Winter verschlechtern Holzheizungen in Städten und Ortschaften die Luftqualität. Zu den größten Emittenten zählen alte Scheitholzkessel und alte Einzelraumfeuerungsanlagen.

Und es wird auch bereits gehandelt: So hat die Stadt München in ihrem Luftreinhalteplan festgeschrieben, dass Einzelraumfeuerungsanlagen nur noch eingesetzt werden dürfen, wenn scharfe Staubwerte eingehalten werden können.

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11. Was werden neue Kaminöfen kosten?

Einen typischen Kaminofen, der die Grenzwerte einhält, bekommt man schon ab 500 Euro. Das ist eine Investition, die sich langfristig positiv auswirkt. Der Grund: In neuen Anlagen lässt sich Holz – richtig geschichtet – effektiver verbrennen, so dass für die gleiche Wärme weniger Brennstoff benötigt wird. Hinzu kommt, dass die Kosten für einen neuen Kaminofen nicht gleich morgen anfallen. Wenn tatsächlich eine Außerbetriebnahme ansteht, sieht die Novelle lange Übergangsfristen vor, so dass ausreichend Zeit für die Planung und die Umsetzung vorhanden ist.

Bei den bereits heute im oberen Preissegment liegenden Einzelraumfeuerungsanlagen werden sich nach Einführung der neuen Grenzwerte keine Mehrkosten ergeben, denn bei diesen Öfen bestimmt nicht die Verbrennungstechnologie den Preis, sondern das äußere Design.

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12. Müssen alle bestehenden Kaminöfen und Kachelöfen ausgetauscht werden?

Keineswegs! Es gibt sicher Feuerungsanlagen, die hohe Schadstoffe emittieren, aber auch welche, die bereits heute die geforderten Grenzwerte einhalten.

Allerdings wird der Betreiber gemäß novellierter 1. BImSchV nachweisen müssen, dass seine Feuerungsanlage die Grenzwerte einhält. Dazu hat er mehrere Möglichkeiten. Er kann die für ihn günstigste Variante wählen.

  • Er kann eine Bescheinigung des Herstellers vorweisen, die zeigt, dass der Typ der Feuerungsanlage die Grenzwerte auf dem Prüfstand einhält.
  • Er kann vor Ort prüfen lassen, ob seine Feuerungsanlage die Grenzwerte einhält.
  • Er kann nachträglich einen Filter zur Reduzierung der Staubemissionen nach dem Stand der Technik einbauen.

Bestehende Einzelraumfeuerungsanlagen, die diesen Anforderungen entsprechen, können zeitlich unbegrenzt weiterbetrieben werden. Die restlichen Einzelraumfeuerungsanlagen unterliegen einem lang angelegtem Austauschprogramm.

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13. Ist die Art und Weise zu heizen nicht wichtiger für Feinstaub als die Technik?

Beides ist wichtig. Das Emissionsverhalten ist von der Feuerungstechnik des Ofens, von der Qualität des Brennstoffes und vom Verhalten des Betreibers abhängig.

Der Schornsteinfeger soll daher wie bisher den Einbau einer neuen Feuerungsanlage nach der jeweiligen Feuerungsanlagenverordnung des Bundeslandes abnehmen. Er soll auch wie bisher regelmäßig - das heißt alle fünf Jahre – während der Feuerstättenschau die technische Seite der Anlage in Augenschein um festzustellen, ob sie noch betriebs- und brandsicher ist.

Neu wird sein, dass der Schornsteinfeger auch prüfen soll, ob die Qualität des Brennstoffes in Ordnung ist. Zudem soll er dem Eigentümer beratend zur Seite stehen.

Tipps in KürzeWer das Klima schonen, die Umwelt schützen und seinen Nachbarinnen und Nachbarn nicht in die Quere kommen möchte, sollte - unter anderem - vier einfache Tipp beachten:

  • Alte Brenner raus: auf moderne, emissionsarme Anlagentechnik setzen - zum Beispiel Pellet-Heizungen, die das Umweltzeichen "Blauer Engel" tragen.
  • Den richtigen Brennstoff wählen: nur den Brennstoff einsetzen, der für die Feuerungsanlage geeignet ist.
  • Die Anlage richtig bedienen: zügig anheizen und sich bei Menge und Art des Brennstoffes nach den Ratschlägen der Hersteller richten.
  • die Anlage regelmäßig warten: Zumindest vor Beginn jeder Heizperiode sollte ein Fachbetrieb die Anlage gründlich inspizieren.

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14. Beratungspflicht: Wie bekomme ich Tipps und Hinweise Holz richtig zu lagern und richtig einzusetzen?

Fast jeder weiß aus eigener Erfahrung, wie schwierig es sein kann, Feuer zu machen: Heizanlagen lassen sich nur in einem begrenzten Bereich regeln – und beim Anheizen treten höhere Emissionen auf. Ein optimales Emissionsverhalten erreichen Sie meistens nur im Betrieb bei voller Leistung (Nennwärmeleistung). Ein Teillastbetrieb – also ein Betrieb der Feuerungsanlage etwa mit halber Leistung – führt zu deutlich höheren Emissionen, die sich auch an der Geruchs- und Rauchentwicklung erkennen lassen.

Mit der Novelle der 1. BImSchV soll jeder Betreiber einer Feuerungsanlage für feste Brennstoffe auch einmalig eine Beratung erfahren. Dabei sollen die wichtigsten Punkte wie Lagerung und Lagerungszeiten von Holz, der richtige Umgang mit der Feuerungsanlage und das richtige Heizen besprochen werden. Beim richtigen Einsatz des Brennstoffes lassen sich zwei positive Effekte miteinander verbinden. Zum einen lässt sich bei gleicher Wärmeabgabe die Brennstoffmenge reduzieren und zum anderen werden die Emissionen gemindert, so dass die Umwelt und die Nachbarschaft davon profitieren.

Ausführliche Informationen zum richtigen Heizen mit Holz bieten darüber hinaus eine Vielzahl von Schriften und Informationsblätter, die kostenlos von den Verbänden und staatlichen Behörden zur Verfügung gestellt werden. Hinzuweisen wäre auch auf die Broschüre des Umweltbundesamtes (PDF-Dokument).

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15. Welches Holz darf verbrannt werden?

Welche Holzarten in Ihrer Kleinfeuerungsanlage eingesetzt werden dürfen, wird in der Bundesimmissionsschutzverordnung (1. BImSchV) geregelt. Die nachfolgende Liste enthält eine Übersicht über die zugelassenen Holzbrennstoffe, die zur Verbrennung in Haushalten zugelassen sind. Zusätzlich sind die Angaben des Anlagenherstellers zu den geeigneten Brennstoffen zu beachten. Gestrichene, lackierte und beschichtete Hölzer dürfen in Haushalten nicht eingesetzt werden

Holzbrennstoffe, die zur Verbrennung in Wohnhäusern zugelassen sind, (§ 3, Abs. 1, 1. BImSchV):

  • Grill-Holzkohle, Grill-Holzkohlebriketts
  • naturbelassenes stückiges Holz einschließlich anhaftender Rinde - beispielsweise in Form von Scheitholz, Hackschnitzeln - sowie Reisig und Zapfen
  • naturbelassenes nicht stückiges Holz - beispielsweise in Form von Sägemehl, Spänen, Schleifstaub oder Rinde
  • Presslinge aus naturbelassenem Holz in Form von Holzbriketts - entsprechend DIN 51731 (Ausgabe Mai 1993) - oder vergleichbare Holzpellets oder andere Presslinge aus naturbelassenem Holz mit gleichwertiger Qualität

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16. Werden mit der Novelle auch bestehende Kaminöfen erfasst und welche Anforderungen sind einzuhalten?

Ja. Auch für bestehende Kaminöfen, also jene Anlagen, die bereits vor Inkrafttreten der Novelle betrieben wurden, sind Regelungen vorgesehen. Denn es sind gerade diese Anlagen, die den höchsten Anteil an der gesamten Staubfracht aus häuslichen Feuerungsanlagen beitragen.

Bestehende Einzelraumfeuerungsanlagen können dann zeitlich unbegrenzt weiterbetrieben werden, wenn sie die Grenzwerte der Stufe 1 einhalten. Um dies nachzuweisen, haben die Eigentümer drei Möglichkeiten:

  • Die Bescheinigung des Herstellers, dass der Feuerungsanlagentyp die Grenzwerte der Stufe 1 auf dem Prüfstand einhält,
  • der Nachweis über eine Vor-Ort-Messung, dass diese Grenzwerte (Tabelle 1), die für den Prüfstand gelten, eingehalten werden,
  • der nachträgliche Einbau eines bauartzugelassenen Filters.

Der Betreiber kann die für ihn günstigste Variante wählen. Erst wenn die vorgenannten Alternativen nicht greifen, unterliegen Einzelraumfeuerungsanlagen einem langfristig angelegten Austauschprogramm zwischen dem Ende des Jahres 2014 und dem Ende des Jahres 2024. Den Betreibern wird also genügend Zeit für die individuelle Planung eingeräumt. Im Einzelnen sind folgende Fristen vorgesehen:

Zeitpunkt der Typenprüfung(lt. Typenschild) Zeitpunkt der Nachrüstung bzw.Außerbetriebnahme
Vor dem 01.01.1975 oder Jahr der Typenprüfung nicht mehr feststellbar31.12.2014
01.01.1975 - 31.12.198431.12.2017
01.01.1985 – 31.12.199431.12.2020
01.01.1995 bis zum Inkrafttreten der Verordnung31.12.2024

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17. Nimmt die Novelle auf bestimmte Anlagentypen Rücksicht?

Ja! Einige bestehende und ältere Feuerungsanlagen brauchen auch künftig nicht die Grenzwerte der Stufe 1 einhalten. Private Kochherde, Backöfen und Badeöfen, offene Kamine sowie vor 1950 errichtete Öfen (so genannte historische Öfen) sollen nicht unter das Austausch- und Nachrüstungsprogramm fallen. Die Betreiber dieser Anlagen sollten aber dennoch freiwillig dafür sorgen, dass sie ihre Öfen effizient nutzen - aus eigenem Interesse, um Nachbarn nicht zu verärgern und zum Schutz des Klimas.

Zu ergänzen ist, dass die Betreiber dieser Anlagen aber auch die Qualitätsanforderungen an den Brennstoff einhalten. Zudem fallen auch ihre Einzelraumfeuerungsanlagen unter die Überprüfungsregelungen. Das heißt, alle fünf Jahre soll sich der Schornsteinfeger den technischen Zustand der Anlage anschauen. Diese Überprüfung soll im Rahmen der ohnehin auf der Grundlage des Schornsteinfegergesetzes durchzuführenden Arbeiten erfolgen.

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18. Werden mit der Novelle auch die bestehenden Holzheizkesseln erfasst und welche Anforderungen sind einzuhalten?

Auch bestehende Holzheizkessel sollen mit der Novelle erfasst werden. Auch diese Kessel sollen - wie auch die Einzelraumfeuerungsanlagen - in Abhängigkeit des Zeitpunktes der Errichtung die neuen Anforderungen einhalten müssen.

Der ZeitplanHolzheizkessel, die vor dem 31.12.1994 errichtet wurden, sollen die Grenzwerte der Stufe 1 (Tabelle) spätestens ab 2015 einhalten. Holzheizkessel, die zwischen 1995 und dem Inkrafttreten der Verordnung errichtet wurden, haben die Grenzwerte der Stufe 1 (Tabelle) ab 2019 einzuhalten. Holzheizkessel die die Grenzwerte der Stufe 1 nicht einhalten, müssen zu den genannten Terminen ausgetauscht sein. Bis zu den Austauschterminen gelten für die bestehenden Anlagen die Grenzwerte der zurzeit geltenden 1. BImSchV fort

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19. Welche Regelungen gelten für Grundöfen und eingemauerte Öfen?

Für Grundöfen und eingemauerte Öfen wie Kamineinsätze oder Kachelofeneinsätze sieht die Novelle der 1. BimSchV Sonderregelungen vor, da diese Öfen aufgrund ihrer Bauweise nur mit sehr viel Aufwand austauschbar sind.

Für neue und alte Grundöfen, also Wärmespeicheröfen aus mineralischen Speichermaterialien, sollen andere Anforderungen gelten als generell für Einzelraumfeuerungsanlagen:

  • Neue Grundöfen, die nach dem Inkrafttreten der Novelle errichtet werden, müssen ab dem Jahr 2012 mit einer bauartzugelassenen Einrichtung zur Senkung der Staubemissionen nach dem Stand der Technik ausgerüstet werden.
  • Grundöfen, die vor 2012 errichtet wurden, benötigen die Einrichtung zur Senkung der Staubemissionen erst ab 2015.

Auf den Einbau eines Filters an neuen und bestehenden Anlagen kann verzichtet werden, wenn durch eine Vor-Ort-Messung durch den Schornsteinfeger nachgewiesen werden kann, dass die Grenzwerte der Stufe 1 für die Typenprüfung eingehalten werden. Auch für eingemauerte Öfen wie Kachelöfen sind etwas andere Regeln vorgesehen:

  • Wird so ein Ofen nach Inkrafttreten der Verordnung eingebaut, benötigt er wie jeder andere Kaminofen auch eine Typenprüfung um zu belegen, dass mit ihm die vorgegebenen Grenzwerte eingehalten werden können.
  • Alle bestehenden eingemauerten Kachelöfen sollen ab 2015 die Grenzwerte der Stufe 1 einhalten.

Auch hier gilt: Der Betreiber eines bestehenden eingemauerten Ofens braucht ihn nicht auszutauschen, wenn er ihn mit einer zugelassenen Einrichtungen zur Staubminderung nach dem Stand der Technik ausstattet oder wenn der Schornsteinfeger mit einer Messung vor Ort bzw. durch eine Prüfbescheinigung die Einhaltung der Grenzwerte der Stufe 1 nachweisen kann.

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20. Was kosten Filter und sind diese überhaupt verfügbar?

In den letzten Monaten wurden bereits neue Filtersysteme entwickelt. Erste Produkte sind schon auf dem Markt. Mit den Kosten wird es so sein wie beim Katalysator für PKW. Die ersten Katalysatoren waren noch relativ teuer. Dann wurden sie preiswerter und spielen heute bei den Fahrzeugkosten keine Rolle mehr.

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21. Woher weiß ich, wie gut und schlecht meine Einzelraumfeuerungsanlage ist, wann ein Austausch oder eine Nachrüstung erfolgen muss?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, dieses festzustellen.

Eine Vorbemerkung: Entscheidend ist nicht, wann die Feuerungsanlage gekauft wurde, sondern wann der spezifische Anlagentyp darauf geprüft wurde, ob er technisch funktioniert. Es handelt sich hier um die so genannte Typenprüfung. Also, die Frage lautet, wann fand die Typenprüfung statt:

  • Sie schauen nach, wann Ihr Kaminofen eine Typenprüfung erhalten hat. Das ist oft direkt am Ofen ablesbar: Seit 1970 besteht für alle Kaminöfen eine Kennzeichnungspflicht.
  • Sie können den Hersteller des Ofens fragen. Er muss wissen, wann die Typenprüfung für den jeweiligen Kaminofen vorgenommen wurde.

Was bedeutet das? Ein Beispiel:Sie haben 1988 einen Kaminofen gekauft; die Typenprüfung fand aber bereits 1983 statt. Ihr Ofen muss - falls er nicht die Grenzwerte der Stufe 1 einhält - dann bis Ende 2017 nachgerüstet oder ausgetauscht worden sein.

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22. Müssen auch Einzelraumfeuerungsanlagen vom Schornsteinfeger zukünftig regelmäßig gemessen werden.

Nein. Die Verordnung sieht bei neuen Anlagen die Typenprüfung stattdessen vor, bei der bestimmte Grenzwerte (Tabelle) eingehalten werden müssen. Auch bei bestehenden Anlagen sind keine wiederkehrenden Messungen erforderlich. Eine einmalige Messung kann in Frage kommen, wenn dadurch der Nachweis der Einhaltung der Grenzwerte vergleichbar einer Typenprüfung erbracht werden soll.

Eine Überprüfung durch den Schornsteinfeger ist jedoch alle 5 Jahre vorgesehen, bei der der technische Zustand der Anlage im Vordergrund steht. Diese Überprüfung soll im Rahmen der ohnehin auf der Grundlage des Schornsteinfegergesetzes durchzuführenden Arbeiten erfolgen.

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Kommentar von _Ich am Donnerstag, 18. März 2010; 14:54:03 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

Abzocke hoch 10 , wan wird den
die Atemluft Steuer Kommen ?

Kommentar von _Von mir am Mittwoch, 14. April 2010; 05:18:31 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

Menschen brennen Wälder in grossen Flächen ab
um Ackerflächen für Viehzucht frei zu machen (dadurch hohe CO2-Ausstoss der Tiere)
Hier sollte man mal ansetzen !!!
Holzfeuer ist die natürlichste Art Wärme zu erzeugen .
Holz ist das umweltfreundlichste+nachwachsende Brennmaterial überhaupt und es entsteht eine ganz andere Behaglichkeit als mit einer normalen zB.Ölheizung ( Aphawellen wirken af den Menschen beruhigend )

Ich muss dem ersten Autor recht geben
Abzocke hoch " 20 "

Kommentar von _Meckli am Freitag, 16. April 2010; 14:59:11 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

Seit es Menschen gibt wurde immer mit Holz oder Kohle geheizt. In den letzte Jahrzehnten weniger, da Öl und Gas eine Art Luxus boten. Jetzt wo Öl und Gas teurer wird und die Menschen wieder zu Holz gehen, sehen die Obrigkeiten Ihre Steurn flöten und versuchen auf diesem Wege (Feinstaub) ihr Geld wieder rein zu bekommen.
Wie alle Vorredner schon sagten - Abzocke hoch 30!!!!

Kommentar von _Mioke am Montag, 17. Mai 2010; 12:54:35 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

Die Filterpflicht ist doch Schwachsinn. Gute Öfen brauchen keine Filter, nur als Werbegag filtert man Feinstaub und klopft den Filter alle 3 Tage im Garten aus...hoho..

Kommentar von _WENER am Mittwoch, 04. August 2010; 11:52:20 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

Wieder eine Vorschrift. Schön dass die Lobbyisten wieder was geschafft haben. Es wird uns in Deutschland damit Schritt für Schritt die Freiheit genommen. Wann ist der Atem der Viecher dran, und dann der Menschen.
Lobbyisten aufgepaßt. Hier ist Geld zu machen.

Kommentar von _Nina am Montag, 30. August 2010; 20:01:41 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

Irgendwie ist das alles verwirrend!
Wenn ich einen gebrauchten Ofen kaufen will, Morsø 1410, Strahlungsofen, Gussofen, 3-6 Kw - darf ich den dann nun gar nicht erst anschließen???? oder ist das doch erlaubt!??

Hallo Nina,

Ich weise darauf hin, dass nur solche gebrauchten Öfen in Betrieb
genommen werden dürfen, bei denen die Schadstoffe der Klasse 1 nachgewiesen werden können. Am neuen Standort hat der Ofen im Prinzip die Anforderungen für Neuanlagen einzuhalten. Da wird es für einige Käufer noch ein böses Erwachen geben. "Schlaue" Verkäufer schreiben schon dazu: "Privatverkauf, keine Rückgabe-Möglichkeit".
Ob der genannte Ofen die Grenzwerte einhält kann Ihnen der Hersteller bescheinigen.

In dem Zusammenhang bitte auch diesen Artikel lesen:
Neue Feinstaub-Limits für Holz- und Kohleöfen


Mit netten Grüßen aus Lünen
Ihr Schornsteinfegermeister

Andreas Gärtner


Kommentar von _Karl am Mittwoch, 15. September 2010; 14:58:09 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

Ich bin sehr froh über die Einführung dieser Regelung. Ich wohne in einer Siedlung die fast ausschließlich aus eingeschossigen Einfamilienhäusern besteht. Von diesen Hausen besitzen die meisten einen Kaminofen. Ich selbst wohne in einem Mehrfamilienhaus im 2. OG. In der kalten Jahreszeit oder auch an kälteren Tagen im Sommer ist der der Geruch der Abgase teilweise so extrem, dass man die Fenster lieber komplett geschlossen hält.
Auch wenn die Verbrennung von Holz die natürlichste Art der Wärmeerzeugung ist, müssen die Abgase nicht zwangsläufig gesund sein. Dies belegt auch die Tatsache, dass bei der unvollständigen Verbrennung (Ruß) auch von Holz sog. polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe entstehen. In der Luft sind sie ein Umweltschadstoff und einige von ihnen sind sogar Krebserzeugend...




Kommentar von _Michael am Samstag, 25. September 2010; 20:33:08 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

Grundsaetzlich bin ich gerne bereit, unnoetige Belastungen fuer die Umwelt zu vermeiden. Leider sehe und rieche ich immer wieder, dass Oefen nicht nur zum Heizen sondern eindeutig als Muellverbrennungsanlagen genutzt werden. Diesen Missstand wird auch eine neue Verordnung nicht beheben. Wenn ich meinen Kamineinsatz betreibe, sieht und riecht man draussen praktisch nichts.
Ich habe mir 1982 einen Kaminofen von der franzoesischen Firma Supra gekauft und schoen eingemauert. Natuerlich habe ich heute keine Rechnung mehr und kann den Kauf meinem Kaminkehrermeister nicht belegen. Auf dem Typenschild steht kein Datum, nur Folgendes: Kaminofen DIN 18891 Bauart 1, Typ F130, DIN XBI und eine laufende Nummer. Wenn ich das richtig sehe, muss ich den Ofen spaetestens Ende 2014 rausreissen. Dass es schon bald fuer so viele unterschiedliche Oefen Filtereinsaetze geben wird, kann ich mir eher nicht vorstellen. Aber man kann ja wohl eine Messung durchfuehren lassen. Wie laeuft so eine Messung ab? Weiss schon jemand, was so eine Messung durch den Kaminkehrer kostet?

Ansonsten eine uebersichtliche und informative Webseite.

Liebe Gruesse

Michael

Kommentar von _moltiopi am Dienstag, 05. Oktober 2010; 23:50:23 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

Ich habe keine Angst vor der Pruefung. Ich betreibe seit 10 Jahren einen Vergaser und mein Schornsteinfeger ist immer begeistert.
Jetzt geht es endlich den Muellverbrennern an den Kragen, die ihre alten Fenstern und Hausmuell verbrennen und die Luft zustellen um zu "sparen" und die ganze Siedlung eindieseln.

Ich finds Klasse!

Kommentar von _Andreas Dlugosch am Freitag, 08. Oktober 2010; 20:32:26 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

In einer Kundeninformation unseres Bezirksschornsteinfegermeisters steht: von der Sanierungspflicht sind Einzelraumfeuerstaetten in Wohneinheiten ausgenommen, wenn die Waermeversorung ausschlieszlich durch diese Anlage (bei mir ist es ein Kachelofen) erfolgt.
Ist diese Aussage richtig?

Mit freundlichen Gruessen

Andreas Dlugosch

Hallo Herr Dlugosch,

im Prinzip ja, bitte beachten Sie das ein Kachelofen nicht immer auch gleichzeitig eine Einzelraumfeuerstätte ist. Es gibt auch Kachelöfen die mehr als nur einen einzelnen Raum beheizen.


Ich würde diesbezüglich mal bei Ihren dort zuständigen Schornsteinfeger nachfragen.

Mit netten Grüßen aus Lünen
Ihr Schornsteinfegermeister

Andreas Gärtner


Kommentar von _Hans Ditting am Donnerstag, 04. November 2010; 21:04:06 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

Hallo, habe mir Mitte 2008 einen Wodtke Momo mit Wassertaschen eingebaut.Der bestehende Ofen KK01 von Wodtke wurde eingelagert. Nun wollte ich diesen im OG als Zusatz einbauen.
Der Schornsteinfeger teilte mir mit dass der KK01 nicht den aktuellen Bestimmungen genüge. Wäre er im Bestand geblieben hätte ich die Möglichkeit diesen bis 2020 zu betreiben. Da es sich um das gleiche Objekt handelt ist diese Aussage für mich nicht nachvollziehbar.
Gibt es eine Möglichkeit den Ofen wieder in Betrieb zu nehmen?
Danke für eine Info
Gruß HD

Hallo Herr Ditting,

in dem Artikel Neue Feinstaub-Limits für Holz- und Kohleöfen können Sie alles nachlesen


Mit netten Grüßen aus Lünen
Ihr Schornsteinfegermeister

Andreas Gärtner


Kommentar von _Ramona am Dienstag, 09. November 2010; 15:15:45 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

Hallo Herr Gärtner,

wir haben seit kurzem etwas Streß mit unseren Nachbarn. Sie beschweren sich über die Geruchsbelästigung von unserem Kamin. Unser Holz ist trocken, der Schornsteinfeger kommt jedes Jahr zur Überprüfung vorbei und gibt sein ok, wir verheizen auch keine Gummireifen oder sonstiges, was nicht in den Kamin gehört. Die Nachbarn drohen nun seit heute früh mit nem Anwalt. Rechtlich fühle ich mich abgesichert, ich hab nichts unrechtmäßiges getan, aber ich möchte keinen Nachbarschaftskrieg und eine friedliche Lösung für alle finden. Wenn ich mir so einen Filter einbauen lasse, nimmt dann die Geruchsbelästigung auch ab? Oder gibt es vielleicht noch eine andere Möglichkeit, wie ich dem "Gestank" Herr werden kann? Und was kostet so ein Filter?

verzweifelte Grüße aus dem eigentlich schönen Schwerin
Ramona Paschke

Hallo Frau Paschke,

in dem Artikel Mit Holz optimal heizen. Tipps vom Schornsteinfeger können Sie nachlesen wie man mit Holz richtig heizt.

Ich fürchte der Filter wird das Geruchsproblem nicht lösen.


Mit netten Grüßen aus Lünen
Ihr Schornsteinfegermeister

Andreas Gärtner


Kommentar von _peter schulte am Mittwoch, 10. November 2010; 05:38:42 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

hallo,ich habe gerade etwas vom nachbarn gerochen. vielleicht ist es ratsam nur gutes,abgelagertes holz zu verbrennen. Es gibt natürlich rauch und qualm beim anmachen und neuauflegen von trockenem holz. aber das uns von den behörden eingeheizt wird? Wohl dem, der gut an holz kommt. Hier im ruhrgebiet ist es schwierig.gr.ps

Kommentar von _Heidrun am Samstag, 25. Dezember 2010; 21:48:09 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

Sofort müssten diese Filter eingebaut werden. Es ist haaresträubend, wie manche geistlose Menschen,sich am Holzverbrennen austoben. Da wird verbrannt, was einem gerade so in die Quere kommt. Deshalb bin ich für Filter. Dies der Umwelt und der Gesunderhaltung zuliebe!

Kommentar von _Elke am Mittwoch, 05.01.2011 am Mittwoch, 05. Januar 2011; 08:53:06 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

Wir haben ein Niedrigenergiehaus mit einer kontrollierten Be- und Entlüftungsanlage.
Leider müssen wir diese in der kalten Jahreszeit abstellen da in unserer Nachbarschaft viele Kaminöfen mit Holz etc. befeuert werden. Würden wir sie durchlaufen lassen, was ja eigentlich der Sinn der Sache ist und die Energiesparendste Variante, ziehen wir uns mit schöner Regelmäßigkeit den Staub und Ruß der Nachbarschaft ins Haus und dürfen diesen dann von den Fenstern, Möbeln und aus dem Bad putzen. Wir sind für Kaminöfen und Kamine; aber bitte mit Feinstaubfilter, der Umwelt und dem Nachbarn zuliebe.

Kommentar von _Klaus am Dienstag, 22. Februar 2011; 18:42:10 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

Das ist doch ein Witz.

Der Regenwald wird ohne Filter verbrannt, damit man Ölpalmen zu Bioäthanolherstellung anpflanzen kann.
Aus denen dann E10 Sprit wird, den keiner will.
Oder Diejenigen die den E10-Sprit benutzen, dafür 3% Mehrverbrauch erzielen.
Das macht bei einem derzeitigen Benzinpreis von ca. 1,50 Euro 4,5 Cent aus.
Da bleib ich lieber bei Super plus um mein Auto vor einem möglichen Schaden zu bewahren.
(Ist ja fast der gleiche Preis umgerechnet auf die 3%)
Aber wahrscheinlich wird Super plus nochmals um ca. 5 Cent steigen um so die dummen Autofahrer für das Drecks E10 zu begeistern
Übrigens, mein Holzkohlegrill ist BJ 74. Darf ich mit ihm nicht mehr grillen?
Dürfen meine Kinder noch an einem Lagerfeuer sitzen, wie wir es früher gemacht haben oder müssen sie anschließend gleich zum Lungenarzt?
Entschuldigt bitte meine Ausdrucksweise, ich habe heute erst von dem neuen Emissiongsgesetz erfahren und mußte mir das jetzt von der Seele schreiben.
Klaus

Kommentar von _Toni am Mittwoch, 22. Juni 2011; 21:58:33 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

Abzocke hoch 20 !!!!
Einen besseren Wirkungsgrad , Wärme , Behaglichkeit wie durch einen Kachelofen kann ich mir
nicht vorstellen . Und das bei der Verbrennung von Holz die Luft stinken soll ? da stinkt und röhrt doch eher die Ölheizung so laut vom Nachbar .

Kommentar von _Dipl. Ing. Herbert Hoeck am Samstag, 23. Juli 2011; 16:49:29 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

Sehr geehrter Herr Gärtner
Meine Frage geht dahin; sind offene Kamine
auch von dieser Feuerstättenverordnung
genau so betroffen; obwohl hier meiner
Meinung nach etwas falsch gesehen wird.
Mit freundlichem Gruß
H. Hoeck

Hallo Herr Hoeck,

für offene Kamine gibt es eine Ausnahme.

Mit netten Grüßen aus Lünen

Ihr Schornsteinfegermeister


Kommentar von _W. Kassner am Freitag, 12. August 2011; 09:39:49 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

Sehr geehrter Herr Gärtner,
ist die fachliche Beratung über die neue Feinstaubfilterverordnung für Kamine- und Kachelöfen kostenlos?
Ich soll 15 Euro für die Beratung bezahlen.
MfG.Wolfgang Kassner

Hallo Herr Kassner,

nein, auch der Schornsteinfeger lebt nicht nur von "Luft und Liebe"!

Mit netten Grüßen aus Lünen

Ihr Schornsteinfegermeister


Kommentar von _René Wagner am Sonntag, 14. August 2011; 22:29:24 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

In Zeiten des immer mehr sinvollen Rauchverbots in der Öffentlichkeit macht es natürlich auch Sinn bei Feuerstätten in denen Holz verbrannt (teilweise missbraucht) wird mit einer entsprechenden Übergangszeit zu agieren.
Viele regen sich über LKW´s und neblige Raucherkneipen auf doch leider zu selten investiert man noch immer in eine Feuerstätte wie Kaminofen etwas mehr.
Dabei spricht Qualität in Verarbeitung und Verbrennung für sich.
Nichts jedoch ohne anständigen Brennstoff und Nutzerverhalten.
Hier kann nur einer helfen:
Ihr Schornsteinfeger.

ERST VERSTEHEN,
DANN VERURTEILEN

Kommentar von _T. Fuellmann am Donnerstag, 18. August 2011; 19:50:44 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

Guten Abend Herr Gärtner,

wir haben einen gebrauchten Kamin (lt. Typenschild BJ 1997 und DIN 18891) im Frühjahr installiert. Die Abnahme wird nun verweigert, da wir kein Datenblatt zu Feinstaub, CO-Wert und Wirkunsgrad vorweisen können. Der Hersteller "DAN-Flame D.K." scheint auch nicht mehr existent zu sein. Was nun? Da der Ofen von 1997 oder später ist, würde er die Regelungen doch erfüllen.
Vielen Dank für Ihre Antwort.

Thorsten Fuellmann

Hallo Herr Fuellmann,

ob die Feuerstätte die Grenzwerte einhält oder nicht kann ich Ihnen auch nicht sagen. Es ist schon möglich, aber es muss der Nachweis erbracht werden. Daran scheitert es wohl.

Mit netten Grüßen aus Lünen

Ihr Schornsteinfegermeister


Kommentar von _G.Schneider am Donnerstag, 13. Oktober 2011; 00:12:58 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

Ist im Sinne der Verordnung ein ein Kamin mit Wassermatel der mit offener Tür betrieben werden kann (Typ 2) eine offene oder geschlossene Feuerstätte?
Ist eine solche Feuerstätte mit Einbindung in den Wasserkreislauf denn noch als Einzeraumlfeuerstätte zu sehen?

Welchen Einflu� hätte das auf die Einstufung in die Emmisionsklassen?

Vielen Dank für Ihre Antwort
GS

Hallo GS,

offene Kamine im Sinne der Verordnung sind:
Feuerstätten für feste Brennstoffe, die bestimmungsgemäß offen betrieben werden können, soweit die Feuerstätte nicht ausschließlich für die Zubereitung von Speisen bestimmt ist.

Mit netten Grüßen aus Lünen

Ihr Schornsteinfegermeister
Andreas Gärtner


Kommentar von _Tossa am Donnerstag, 03. November 2011; 15:53:41 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

Bei uns wird ebenfalls in der Nachbarschaft mit Einfamilienhäusern intensiv mit Holz (oder was auch immer, dabei spielt es keine Rolle, ob das Holz feucht ist) geheizt und im Herbst und Winter stinkt es dermaßen, dass man schon fast einen Mundschutz braucht. Fensteröffnen fast unmöglich, oder vielleicht nachts um 4 Uhr.
Ich finde es grotesk, dass sowas in D zulässig ist. Das kommt mir eher vor wie in einem Entwicklungsland, wo sich die Menschen die moderne Zentralheizung nicht leisten können und auf Kosten anderer und der Umwelt im Winter im T-Shirt in ihren Häusern herumlaufen.
Wer es sich nicht leisten kann ein Haus zu beheizen ohne seine Nachbarn zu belästigen, der sollte umziehen.
Kaminheizungen nur mit entsprechenden Filteranlagen und Altanlagen sollten schleunigst außer Betrieb genommen werden.

Kommentar von Grisu099 am Sonntag, 13. November 2011; 20:45:02 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

Muss ein neuer Kamin auch abgenommen werden, wenn er als Ersatz für einen alten aufgestellt wird?

LG Corinna

Hallo Corinna,

Antwort: ja!

Mit netten Grüßen aus Lünen

Ihr Schornsteinfegermeister
Andreas Gärtner


Kommentar von _gapo47 am Freitag, 16. Dezember 2011; 13:31:51 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

Ich kann nicht ganz verstehen, warum offene Kamine und sogen. historische Öfen (vor 1950) aus der Pflicht genommen werden. Paffen diese Feuerstätten etwa saubere Abgase in die Luft?
Mal ganz abgesehen von den alten Autos (meist aus dem osteuropäischen Raum), die hier munter und lustig den Dreck ausstoßen, während der brave, steuerzahlende Bürger, dessen Windschutzscheibe eine gelbe (oder gar rote) Plakette ziert, abgestraft wird.

Mit den Kaminöfen ist es genauso. Aber es wird den Tüftlern noch mehr einfallen, um uns das Geld aus der Tasche zu ziehen (natürlich der Umwelt zuliebe!).

Gruss aus Essen im Ruhrgebiet

Kommentar von _jula am Samstag, 28. Januar 2012; 23:46:20 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

Unser Schornsteinfeger sagte uns,dass der Filter bis ende 2012 eingebaut werden müsse sonst drohe die Stillegung. Ich ging davon aus,dass die früheste Umrüstung 2014 wäre. Wer hat Recht?
Gruss aus dem Norden.

Hallo,

das können Sie alles im obigen Artikel nachlesen.


Mit netten Grüßen aus Lünen

Ihr Schornsteinfegermeister
Andreas Gärtner


Kommentar von _stefan1966 am Montag, 13. Februar 2012; 08:09:27 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

Es wird höchste Zeit, dass hier regelmentiert und kontrolliert wird. Die Luftqualität ist viel zu oft einfach ganz schlimm. Kleinkinder und Alte sind gesundheitlich besonders gefährdet. Freiheit zum Holzfeuern auf Kosten der Allgemeinheit muss vernünftige Grenzen bekommen.

Kommentar von _alexa!! am Samstag, 18. Februar 2012; 19:08:57 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

Das kleine Deutschland "rettet" mal wieder die ganze (Um-)welt...... alle anderen Länder schauen zu und keiner macht mit!!!

Irgendwann wird der kleine deutsche Mann/Frau aufbegehren gegen immer neue, sinnlose, Verordnungen und der damit verbundenen Kosten. Es ist schwer, einem nackten Mann in die Tasche zu greifen, um da doch noch den letzten Cent zu finden!

Kommentar von _Stefan N am Montag, 27. Februar 2012; 14:15:44 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

Ich war grad in Indien das mal locker 1/7 der Weltbevölkerung stellt. Dort wird zur Wärmegewinnung verbrannt was halt da ist.
Liebe Umweltschützer und Moralapostel - geht nach Indien, schaut euch mal um und kommt dann mit den Wahnvorstellung eines klinisch reinen Zwergenstaates der die Welt rettet zurück... my 2 cent

Kommentar von _Wolfgang aus Hünfelden am Mittwoch, 14. März 2012; 19:34:12 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

Finde ich richtig mit den Filtern. Unser Auto hat keinen Rußpartikelfilter und dürfen nicht in eine Umweltzone fahren, aber die Holzverbrenner in dieser Zone dürfen weiter die Luft verpesten. Holzöfen und sonstige private Müllverbrennungen gehören sofort verboten.

Kommentar von _Jonas L. am Mittwoch, 21. März 2012; 14:28:48 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

Hallo.

Habe im Internet nach diesen Filtern gesucht. Ist es richtig, dass es solche Filter noch gar nicht auf dem Markt gibt? Stimmt es, dass es technisch bzw. physikalisch gar nicht möglich ist so einen Filter einzubauen?
Kann mir jemand einen Hersteller solcher Filter nennen?

MfG

Jonas

Kommentar von _Andreas am Dienstag, 05. Juni 2012; 14:52:03 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

Darf ich dann im Garten überhaupt noch den Grill anschüren? Oder wie schauts dann bei Sonnwendfeiern aus? Dürfen diese noch stattfinden? Da wird bestimmt ganz viel Feinstaub in die Luft befördert.
Es wird Zeit, das Jeder MENSCH eine Filteranlage für "seine Abgase" bekommt. Wenn es so weiter geht, werden wir davon nicht mehr weit entfent sein!!!

Kommentar von _r. Celikj am Mittwoch, 12. September 2012; 16:01:24 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

Wir wohnen neben einer Pizzeria und es regnet von oben Russ. Mit weißen Kleidern und sonstigen Sachen draußen ist nicht möglich. Unsere Wohnung ist durch hinein kommende Ruß überall schwarz befleckt.
Es mag für die Leute, die Holofen haben, schön und behaglich seien, aber für die Nachbarn ist dies eine große Belastung!

Kommentar von _J.P. am Mittwoch, 17. Oktober 2012; 18:55:58 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

Die Filter können nicht fein genug sein, am besten Aktivkohlefilter! Vielleicht hört dann ja dieser ökologische - und ökonomische Schwachsinn auf.
Als Betroffener, mit einer Belüftungsanlage, weiß ich worüber ich schreibe!

Kommentar von _Sebastian am Mittwoch, 12. Dezember 2012; 15:38:52 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

Einen wunderschönen guten tag,
wir betreiben noch einen gk 21 heizkessel aus ddr produktion wenn ich diesen befeuere mit holzbriketts, braunkohle und koks und dann an hinauf zum schornstein sehe sehe ich weniger rauch aufsteigen als aus den anderen heizungsanlagen der nachbarschaft klar spuckt der erstmal beim anfeuern mehr rauch aus aber nach nicht mal einer halben stunde ist das vorbei! NUn meine frage kann man den auch noch umweltfreundlicher machen mit kat damit der nicht ausgetauscht werden muss da der noch tip top in ordnung ist!? Mit freundlichen grüßen

Hallo

ist mir nicht bekannt

Mit netten Grüßen aus Lünen

Ihr Schornsteinfegermeister
Andreas Gärtner


Kommentar von _L.H. am Samstag, 29. Dezember 2012; 06:59:14 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

Guten Tag

Ich kann einen sehr guten Ofen aus eine Nachlaß bekommen.

Der Typ: Olsberg Kaminofen Vadö 23/1193
Geprüft nach DIN 18 891, Bauart 1;
DIN plus
Der Ofen erfüllt die Münchener, Regensburger und Stuttgarter Anforderungen.

Soweit so gut.

Jetzt meine Frage:

Darf ich meinen alten Ofen rausreissen und dafür diesen neuen Ofen einsetzen?

Gilt dann auch der Bestandsschutz 32.12.2024 (so ich das richtig ermittelt habe ) für diesen neuen Ofen?

Ich würde 12 Jahre gewinnen, und was sich bis 2024 noch alles entwickelt, das sehe ich ja dann.

Mit freundlichen Güßen
L.H.

Hallo L.H.

eine Neuerrichtung wäre nur mit gültiger Herstellerbescheinigung als Nachweis möglich.
Nur für bereits bestehende Feuerstätten kommt die Übergangsregelung (Bestandsschutz) zur Anwendung, nicht für eine Neuerrichtung einer "alten" Feuerstätte.

Mit netten Grüßen aus Lünen

Ihr Schornsteinfegermeister
Andreas Gärtner


Kommentar von _Wolfram am Dienstag, 22. Januar 2013; 15:08:30 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

Hallo,
ich denke man kann mit der richtigen und bedachten Betriebsweise auch einen Holzofen ohne große Abgasbelastung betreiben. Wichtig: Holz beim Nachlegen richtig schichten damit der Abbrand weder zu schnell noch zu langsam von statten geht und natürlich auf eventuelle Rauchentwicklung achten und entsprechend eingreifen. Dann klappt es auch mit den Nachbarn!

Kommentar von _Dieter am Donnerstag, 21. Februar 2013; 15:34:20 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

Kamine sollten auch nach dem Kantschen Imperativ nur dann betrieben werden, wenn dies keinen anderen belästigt. Ich wohne - wie meine Nachbarn - in einem fernbeheizten Haus. Es ist Unfug, hier einen Kamin zu betreiben. Meine Nachbarn tun dies trotzdem und verpesten die ansonsten saubere Luft für ihr Wohlbefinden. Der Qualm zieht direkt in unser Haus. Fenster müssen geschlossen bleiben. Meine Frau - Nichtraucherin -hat nun Lungenkrebs. Der kausale Zusammenhang ist natürlich nicht nachweisbar. Aber der Verdacht bleibt.

Kommentar von _Wolfgang am Dienstag, 02. April 2013; 14:16:55 Uhr

Frage zur Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

Ich plane, vor der nächsten Heizperiode,
meinen Warmluft-Kamin und gegen einen Grund-/Speicherofen zu ersetzen.
Was muss ich in Hinblick auf das Feinstaub-gesetz beachten?

Gruß Wolfgang

Hallo Wolfgang

mein Rat:
Auf jedenfall vorher den dort zuständigen Schornsteinfeger vorher fragen, er wird Ihnen sicherlich nicht nur dazu Tipps geben können.

Mit netten Grüßen aus Lünen

Ihr Schornsteinfegermeister
Andreas Gärtner


Kommentar von _Maik am Dienstag, 10. September 2013; 15:59:03 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

Hallo ich habe einen Umluftkamin von Hark der als offener und geschlossener Kamin betrieben werden kann. Den könnte ich ja als offenen Kamin weiterhin betreiben, obwohl der Wirkungsgrad ja viel geringer ist oder?
Mit freundlichen Grüßen Maik

Hallo Maik

bitte besprechen Sie das mit dem dort zuständigen bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger, er kennt Ihre Feuerstätte.

Mit netten Grüßen aus Lünen

Ihr Schornsteinfegermeister
Andreas Gärtner


Kommentar von _C_C am Dienstag, 10. September 2013; 19:02:31 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

So nu muss ich auch mal meinen Senf dazu geben...

Wir haben einen Franklin Ofen Bauart 1
dieser kann offen und auch geschlossen betrieben werden.
Nu hat uns unser Schornsteinfegermeister gesagt das wir den Ofen nur noch bis max. Dezember 2014 betreiben dürfen.
Der Schornsteinfegermeister meiner Schwiegereltern meinte aber das wir uns nicht unter Druck setzen lassen sollen, bis die Messungen und endgültigen Regelungen durch wären würde es 2018.

Dieser Ofen heizt bei uns nicht nur einen Raum sondern das gesamte Stockwerk, wie ich das hier jetzt verstanden habe ist das ja dann keine Einzelraumfeuerstätte!
Des weiteren als was ist denn dieser Ofen nun genau anzusehen als offener Kaminofen oder als geschlossener? Betreiben kann man ihn sowohl als auch. Als offener Kaminofen würde er ja dann unter die Ausnahmeregelung fallen.

Diese ganzen Informationen die man im Internet findet sind teilweise sehr widersprüchlich und verwirrend.

Verbrannt wird in diesem Ofen nur trocken abgelagertes Holz das min. 3-4 Jahre liegt und kein Müll oder gar lackiertes Holz.

Vielleicht bekomme ich ja mal eine aussagekräftige Antwort zu diesem ganzen Wirrwar...
denn ich bin genau wie meine Vorschreiber der Meinung das hier wiedermal kräftig in die Geldbörse der achso dummen Bürger gegriffen werden soll! Mal abwarten wie lange es dauert bis wir für duie Öfen eine Steuer entrichten müssen.

Hallo

Sie finden das "verwirrend"?, wenn Sie noch mehr Meinungen abfragen werden Sie noch mehr unterschiedliche Aussagen bekommen. Bitte besprechen Sie das mit dem dort zuständigen bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger, er kennt Ihre Feuerstätte. Er ist der Einzige der Ihnen das verbindlich sagen kann.

Mit netten Grüßen aus Lünen

Ihr Schornsteinfegermeister
Andreas Gärtner


Kommentar von _Angela am Dienstag, 08. Oktober 2013; 17:51:30 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

Hallo,
da ich Asthmatiker bin, müssen wir im Winter aus unserem Haus flüchten und extra Miete zahlen!
Der Grund? Der massive Dauerbeschuss aus zahllosen Kaminen und Holzöfen, macht unser Eigentum unbewohnbar!
Auf den Fensterbänken liegt Ruß wie 1970!
Von wegen strengere Auflagen! Sogar alte Kohlekessel wurden wieder in Betrieb genommen!
Natürlich sind alle Anlagen vom Schornsteinfeger abgenommen.
Filterpflicht? Ich würde diese ganzen schmutzigen Holzöfen, Kamine und Kessel in dicht besiedelten Wohngebieten ganz verbieten!

Kommentar von _C.Groß am Donnerstag, 09. Januar 2014; 10:48:49 Uhr

Kommentar zu Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen?

Ist es richtig, dass es eine Beratungspflicht für Kaminbetreiber durch den Schornsteinfeger gibt und wenn ja, wo ist die Pflicht aufgeführt??? BImSchG???
Vielen dank!
MfG C. Groß

Hallo

ja, und zwar hier:
Erste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen - 1. BImSchV)
§ 26 Absatz 7

Mit netten Grüßen aus Lünen

Ihr Schornsteinfegermeister
Andreas Gärtner


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